Skip to main content

Wenn der Job zu einer immer größeren Belastung wird

Emily, 27 Jahre, Qualifizierungsingenieurin, erzählt aus ihrem Berufsleben

Nach meinem Abschluss als „Bachelor of Engineering“ war ich, Emily[1], mittlerweile vier Jahre als Qualifizierungsingenieurin tätig. Diese Zeit war zunehmend geprägt von Leistungsdruck, langen Arbeitszeiten und Unzufriedenheit. Ich dachte mir, ein neuer Job werde die Lösung sein. Schnell bot sich mir auch die Chance, ein Vorstellungsgespräch in einem pharmazeutischen Unternehmen wahrzunehmen. Im Rahmen des Bewerbungsverfahrens musste ich den Persönlichkeitstest „profilingvalues“ bei einer externen Beraterin des Unternehmens, Frau Nadja Henrich, durchführen. Aufgabe des Tests „profilingvalues“ war es, mehrmals eine Rangordnung von je 18 Aussagen vorzunehmen. Das Ergebnis – in einem Report festgehalten – war erstaunlich für mich. Es spiegelte mich zu 99,9 % wieder. Frau Henrich konnte in einem Feedbacktelefonat meine Kompetenzen, Eigenschaften sowie Stärken und Schwächen punktgenau wiedergeben. Frau Henrich riet mir zudem, meine Situation generell zu überdenken, da zu sehen war, dass es mir aktuell nicht gut ginge und Handlungsbedarf bestünde. Leider konnte ich zu der damaligen Zeit nicht den Mut aufbringen, mich beruflich zu verändern. Einige Wochen vergingen und mir wurde bewusst, dass mein Zögern der falsche Weg war. Meine Erschöpfung nahm von Tag zu Tag zu und überschattete meinen Alltag. Nach einem Krankenhausaufenthalt war mir klar, dass es so nicht weitergehen konnte.

In dem Feedbacktelefonat hatte ich großes Vertrauen zu Frau Henrich gefasst. Da ich alleine keine Lösung für meine Situation finden konnte, rief ich sie an und bat um ihre Unterstützung durch ein Coaching. Frau Henrich erklärte mir, wie „mein“ Coaching bei ihr ablaufen würde. Es ging um meine Zielsetzung und den Prozess an sich. Sie sagte mir, es wird neben dem eigentlichen Ziel „(neuer) Job“, wichtig sein, wieder Vertrauen in mich, meine Stärken und Ressourcen zu gewinnen und auch wieder Balance zu finden. Das anschließende Coaching war ein Wechsel aus vertrauensvollen und offenen Gesprächen sowie „Hausaufgaben“. In diesen habe ich gelernt, den positiven Momenten Stück für Stück mehr Aufmerksamkeit zu schenken und mir wieder meiner Stärken und Kraftquellen bewusst zu werden. Ich verspürte wieder Freude an den einfachsten Dingen. Die regelmäßigen Gespräche und aufgetragenen „Hausaufgaben“ spornten mich an und gaben mir Orientierung. Mein Engagement wurde endlich wieder wertgeschätzt und lobend hervorgebracht. Mit mehr Selbstvertrauen und Selbstachtung ging ich durch in den Tag. Auch im Kollegenkreis bemerkte man meine Veränderung und sprach mich darauf an. Ich wurde ruhiger und ausgeglichener. Das war wichtig. Dennoch war mir klar, dass eine berufliche Veränderung notwendig ist, um langfristig etwas Gutes für mich zu tun. Zusammen mit Frau Henrich erarbeitete ich meine Ziele und Erwartungen an den neuen beruflichen Abschnitt. Was brauche ich, damit es mir beruflich gut geht? Es sind keinesfalls die materiellen Dinge, die im Vordergrund stehen sollten, sondern Leidenschaft und Freude bei meinen täglichen Aufgaben und ausreichend Raum für meine Interessen und Wohlbefinden zu haben. Mit den neuen Anforderungen an meine Arbeitsstelle suchte ich nach potenziellen Arbeitgebern. Welche Branchen würden in Frage kommen? Was gefällt mir genau an diesem Stellenangebot? Wie präsentiert sich das Unternehmen? Für welche Werte steht das Unternehmen? Mit der Zeit entwickelte ich ein gutes Gespür, welche Stellen zu mir passen könnten.

Um überzeugend aufzutreten, musste auch meine Bewerbung überarbeitet werden. Die Unterlagen, bei denen das Know-how von Nadja Henrich eingeflossen war, kamen bei Arbeitgebern gut an. Nach kürzester Zeit konnte ich mich persönlich in Firmen vorstellen und meine Hard Skills und Soft Skills aufzeigen. Die Freude war groß als die ersten telefonischen Zusagen erfolgten. Die damit verbundene Entscheidung habe ich nicht nur mit meiner Familie, sondern auch mit Frau Henrich diskutiert und kritisch hinterfragt, ist dieser Schritt zusätzlich mit einem Wechsel des Wohnortes verbunden.

Während des gesamten Prozesses stand mir Frau Henrich unterstützend zur Seite. Rückblickend bin ich sehr froh, diesen Schritt mit ihr gemeinsam gegangen zu sein. Ein wichtiger Aspekt war die gegenseitige Sympathie und das große Vertrauen. Beides gab mir ein gutes Gefühl. Nun freue ich mich auf meine neue Herausforderung, der nichts mehr im Wege steht.

 

 


[1] Name geändert