Viel getan. Nichts bewegt.

Transparenter, unregelmäßig geschliffener Kristall auf dunkler, strukturierter Oberfläche mit Lichtreflexen

Funktionieren ist das Gegenteil von Führen. Nur fällt es niemandem auf, am wenigsten der Führungskraft selbst.

Der Kalender ist voll. Die Entscheidungen fallen. Die Ergebnisse stimmen. Von außen betrachtet läuft alles.

Aber innerlich hat sich etwas verschoben. Die Gespräche mit dem Team bleiben an der Oberfläche. Entscheidungen entstehen aus Routine, nicht aus Überzeugung. Und abends bleibt ein diffuses Gefühl: viel getan, nichts bewegt.

In der Arbeitspsychologie beschreibt der Begriff Emotional Labor einen Teil dieses Musters: das wiederholte Zeigen von Gefühlen, die beruflich erwartet werden, auch wenn sie dem eigenen Erleben nicht entsprechen. Vor allem das dauerhafte Zeigen nicht empfundener Gefühle erhöht das Risiko emotionaler Erschöpfung.

Die trügerische Stabilität des reinen Funktionierens

Das Tückische daran: Von außen sieht Funktionieren nach Stabilität aus. Die Führungskraft liefert, reagiert, moderiert. Aber sie gestaltet nicht mehr. Sie stellt keine unbequemen Fragen. Sie meidet die Gespräche, die Energie kosten würden, obwohl genau diese Gespräche ihre Aufgabe wären. Und sie fährt auf Sicht, wo eigentlich der Blick fürs Ganze gefragt wäre.

Um diesen blinden Fleck sichtbar zu machen, nutze ich die wertebasierte Potenzialanalyse profilingvalues. Sie dient als objektiver Spiegel und zeigt auf, ob Ihre Energie noch einem bewussten Ziel folgt oder bereits in das bloße Aufrechterhalten der Rolle fließt. Eine kompakte Einführung in die Methode profilingvalues habe ich in einem Folder zusammengestellt.

Führungswirksamkeit braucht Präsenz und innere Klarheit (Erfahren Sie hierzu mehr in meinem Impuls „Haltung, Klarheit, Präsenz – Was Führungskompetenz mit Yoga gemeinsam hat”). Beides braucht Zugang zu den eigenen Wahrnehmungen, Impulsen und Grenzen. Wer diesen Zugang verliert, führt nicht. Er verwaltet eine Rolle.

Dieser Moment ist oft ein Wendepunkt. Nicht weil alles zusammenbricht. Sondern weil jemand realisiert, dass das reibungslose Funktionieren längst die Führung ersetzt hat. Und dass sich dahinter kein Versagen verbirgt, sondern ein Selbstführungsthema.

Vom Verwalten zum Gestalten: Die Rückkehr zur Steuerungsfähigkeit

Der erste Schritt zurück in wirksame Führung ist kein neues Tool. Es ist eine bewusste Pause. Ein Moment, in dem nicht die nächste Aufgabe zählt, sondern die Frage, wie es um die eigene Steuerungsfähigkeit steht. Allein oder mit einem Gegenüber, das keine Agenda hat außer Klarheit. In meinem Executive Sparring biete ich Ihnen genau diesen geschützten Raum für offene Reflexion.

Dabei können Fragen helfen wie: Was kostet mich gerade am meisten Kraft, und warum weiche ich dem aus? Welche Führungsgespräche schiebe ich vor mir her, obwohl ich weiß, dass sie überfällig sind?

Wer aufhört zu funktionieren, fängt an, wieder in Führung zu gehen.

Wo verwechseln Sie gerade Belastbarkeit mit Wirksamkeit?

Wenn Sie spüren, dass das Funktionieren Ihre Führung ersetzt hat, lassen Sie uns darüber sprechen. Kontakt aufnehmen

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