Selbstvertrauen zeigt sich, wenn es eng wird.

Transparenter, unregelmäßig geschliffener Kristall auf dunkler, strukturierter Oberfläche mit Lichtreflexen

Selbstvertrauen wird nicht gebraucht, wenn alles klar ist, sondern dann, wenn außen Klarheit fehlt.

 

Wenn sich in einem Unternehmen vieles verändert, steht früher oder später dieselbe Frage im Raum: Passt das, was kommt, noch zu mir?

Diese Frage entsteht selten durch die Veränderung selbst. Sie entsteht dort, wo zu wenig miteinander gesprochen wird. Unten klingt sie anders als oben, manchmal als diffuse Unsicherheit, manchmal als Zukunftssorge, die sich nicht mehr abschalten lässt. Aber es ist dieselbe Frage. Über alle Ebenen hinweg.

Wenn Schweigen verunsichert

Die Folgen bleiben selten abstrakt. In Gesprächen werden sie konkret. Je länger ein Zustand ohne Klärung andauert, desto mürber werden die Menschen. Nicht die Sache selbst zehrt am meisten. Es ist das Schweigen, der fehlende Austausch, die ausbleibende Klarheit.

Schweigen schafft keine Klarheit. Es legt offen, wie viel davon überhaupt da ist. Wer ohnehin weniger innere Orientierung hat, gerät jetzt schneller ins Wanken. Wer mehr hat, hält länger stand.

Dann bedingt sich alles gegenseitig. Wer verunsichert ist, zieht sich oft eher zurück, und der ausbleibende Dialog verunsichert weiter. Ein Sog nach unten, und keiner hat ihn gewählt.

Innere Orientierung wiederfinden

Was hier einmal mehr hilft, ist der Blick auf den eigenen Umgang mit Unsicherheit. Sich Fragen zu stellen wie: Welche schwierigen Phasen habe ich schon getragen? Welche meiner Qualitäten haben mir damals geholfen? Diese Substanz ist nicht weg, nur weil die Lage unklar ist. Sie ist überlagert.

Umso wichtiger wird in einer Krise Ihr Selbstvertrauen. Die Fähigkeit, sich auch dann nicht selbst zu verlassen, wenn es eng wird. An sich zu glauben, auch wenn es unbequem ist, und ohne die Realität auszublenden. Ich weiß das nur zu gut von mir selbst. Schwierige Situationen waren rückblickend oft die, die mich am weitesten gebracht haben.

Klarheit braucht manchmal ein Gegenüber

Neben dem Blick nach innen braucht es den Blick nach außen. Wem kann ich mich anvertrauen? Manchmal hilft ein vertrauter Mensch. Manchmal braucht es ein Gegenüber, das nicht Teil des Systems ist und kein Eigeninteresse hat, und gerade deshalb klarer und neutraler auf die Lage schauen kann.

Wer in solchen Zeiten gut bei sich bleibt, kommt klarer durch. Nicht, weil die Lage einfacher wäre, sondern weil die innere Klarheit trägt, wenn die äußere fehlt. Mehr zu dem Thema Führen in herausfordernden Zeiten habe ich dem Artikel „Führen in der Krise – Wie Sie selbst stark bleiben, wenn alles unsicher scheint“ zusammengefasst. 

Eine schwierige Phase ist nicht der Beleg, dass Sie hier falsch sind. Manchmal heißt sie nur, dass es jetzt Alternativen und neue Sichtweisen braucht. Das ist ein Unterschied, der viel verändert.

Worauf stützen Sie sich, wenn außen wenig trägt?

Wenn Sie ein unabhängiges Gegenüber suchen, freue ich mich auf ein Gespräch. Kontakt aufnehmen

 

 

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